„Uns stehen viele Arbeitsfelder offen“

Thomas Klämt-Bender, 55, ist Diakon und arbeitet als Referent der Diakonie Hessen in der Geschäftsstelle Kassel.

 

„Aufgewachsen in einer christlichen Familie und engagiert in der evangelischen Kirchengemeinde meiner Heimatstadt suchte ich als Jugendlicher nach religiösen Ausdrucksformen und sammelte erste berufliche Erfahrungen als Praktikant in der Behindertenhilfe. Meine Ausbildung zum Diakon machte ich dann bei der Hephata Diakonie.

Der besondere Wert dieser Ausbildung lag für mich in der breiten methodischen wie sozial- und religionspädagogischen Qualifikation. Uns Absolventen standen damit zahlreiche Arbeitsfelder der Diakonie und des allgemeinen Sozialmarktes offen.

 

Lebenslanges Lernen

Mein Berufsweg führte über die Behindertenhilfe, die Jugendsozialarbeit, die Beratungsarbeit im Jugendamt und das Fallmanagement im Jobcenter schließlich zur Diakonie Hessen, wo ich heute als Referent die Arbeit der regionalen Diakonischen Werke begleite. Das sprichwörtliche „lebenslange Lernen“ gehörte zu meinem Lebensweg dazu. Ich studierte Sozialwesen und absolvierte Weiterbildungen in Suchthilfe, Sozialrecht und Systemischer Beratung. Nach meiner Erfahrung geht es in unserem Beruf darum, die befreiende Botschaft des Evangeliums durch diakonische Praxis erfahrbar zu machen. Beides gehört für mich untrennbar zusammen. Fünf Kernpunkte sind aus meiner Sicht für dieses Amt wesentlich:

  • Umkehr ermöglichen
  • Entwicklung fördern
  • Unterstützung gewähren
  • Gemeinschaft üben
  • Evangelium vermitteln

 

Gute Chancen

In den vielfältigen Einrichtungen der Diakonie werden Berufseinsteiger gesucht, die beides können: Menschen sozial kompetent begleiten und sie diakonisch motiviert begeistern. Die Gemeinden unserer Kirche vor Ort verstehen sich zunehmend als Mitgestalter des Sozialraumes, damit alle dort gut leben können. Hier können Diakon*innen Zukunftsfähigkeit kreativ fördern. Die von unserer Kirche angestrebten multiprofessionellen Teams sind eine gute Chance für eine respektvolle Zusammenarbeit von Theolog*innen, Diakon*innen und weiteren Hauptamtlichen.“