Diakon

Mein Wunsch:

Leben
gemeinsam
gestalten

Ich werde Diakon*IN.

Diakon*innen begleiten Menschen an verschiedenen Orten

In Kirchengemeinden organisierst du die Kinder- und Jugendarbeit und begleitest und schulst ehrenamtliche Mitarbeiter*innen. Du veranstaltest Freizeiten, entwickelst Projekte und gestaltest kreative Andachten. Du vernetzt dich mit anderen Partnern, die für junge Menschen da sind, z.B. in der Schulsozialarbeit.

Diakon*innen arbeiten auch in regionalen kirchlichen Dienststellen, in diakonischen Einrichtungen oder bei anderen freien und öffentlichen Trägern der Sozialen Arbeit. 

Du hast Freude am Umgang mit Menschen, ganz egal wie alt sie sind? Der christliche Glaube bedeutet dir etwas? Dich beschäftigt die Frage nach dem Sinn des Lebens und du fragst nach den Ursachen von Not? Dieser Beruf hat viele Gesichter und passt zu Dir, wenn Du Dich beruflich gerne sozial und evangelisch engagieren möchtest.

 

Fazit: Wenn du gerne Menschen unterstützen und begleiten möchtest, dann werde Diakon*in!

Voraussetzungen

Die Ausbildung zum/zur Diakon*in kann auf zwei Wegen erfolgen, für die du unterschiedliche Abschlüsse brauchst.

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Für das Bachelorstudium „Diakonik/Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit“ an der Evangelischen Hochschule Darmstadt brauchst du die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife.

 

Wenn du bereits in einem Sozial- bzw. Pflegeberuf arbeitest oder dein Berufspraktikum machst (z. B. als Erzieher*in, Heilerziehungspfleger*in, Altenpfleger*in oder Sozialpädagog*in), kannst du dich auch berufsbegleitend zum/zur Diakon*in ausbilden lassen. Das geht an der Hephata Akademie für soziale Berufe in Schwalmstadt-Treysa. Dafür brauchst du kein Abitur, aber den staatlich anerkannten Abschluss in deinem Beruf.

 

In jedem Fall: Für die Einsegnung in das Amt als Diakon*in ist die Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche erforderlich.

Ausbildung oder Studium? Beides geht

Dieser Beruf vereint zwei Fachrichtungen. Ein staatlich anerkannter Sozial- oder Pflegeberuf wird mit einer diakonisch-gemeindepädagogischen Ausbildung verknüpft. Diese doppelte Qualifikation kannst du im Bereich der EKKW auf zwei Wegen erwerben: in einem Fachhochschulstudium oder in einer berufsbegleitenden Ausbildung.

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Egal, welchen Weg du wählst: Nach deinem kirchlichen Examen kannst du dich in das Diakonenamt einsegnen lassen. Dies geschieht im Rahmen eines feierlichen Aktes durch das Bischofsamt der EKKW.

 

1. Studium:

Der Bachelor-Studiengang „Diakonik/Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit“ an der Evangelischen Hochschule Darmstadt ist Teil einer Doppelqualifikation, die in neun Semestern zusammen mit dem Abschluss des Bachelor-Studiengangs Soziale Arbeit für die Bereiche Soziale Arbeit sowie Diakonik/Gemeindepädagogik qualifiziert. Die Doppelqualifikation führt zur staatlichen Anerkennung in Sozialer Arbeit sowie zur kirchlichen Anerkennung in Diakonik / Gemeindepädagogik. 

Der erfolgreiche Abschluss der Doppelqualifikation ist die Voraussetzung für die Einsegnung in das Amt als Diakon*in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. 

Zur Studienfinanzierung können Studierende abhängig vom Einkommen der Eltern Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beantragen, die teils als Zuschuss, teils als Darlehen gewährt werden.

 

Schwerpunkte der Sozialen Arbeit:

  • Theorien, Handlungsansätze und Methoden
  • Soziale Arbeit als angewandte Wissenschaft
  • Forschendes Lernen im Hinblick auf Organisation und Lebenswelten
  • Subjekt-Sozialisation-Entwicklung
  • Partizipation und soziale Ausschließung

 

Gemeindepädagogisch-diakonische Schwerpunkte:

  • Theologie und Prozesse des helfenden Handelns
  • zielgruppen- und situationsbezogene Kommunikation des Evangeliums
  • Seelsorge und Beratung in Kirche und Diakonie
  • religionspädagogische Konzepte und Methoden
  • Liturgik und gottesdienstliches Handeln
  • Kirche und Diakonie in theologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive

 

2. Berufsbegleitende Ausbildung -  An der Hephata Akademie für soziale Berufe in Schwalmstadt-Treysa kann man die Ausbildung zum/zur Diakon*in berufsbegleitend absolvieren. Dieses Angebot richtet sich an Berufstätige und Berufspraktikant*innen in einem Sozial- bzw. Pflegeberuf (z. B. Erzieher*innen, Heilerziehungspfleger*innen, Altenpfleger*innen, Sozialpädagog*innen). Die Ausbildung endet ebenfalls mit dem kirchlichen Examen. Die erfolgreiche Teilnahme ist Voraussetzung für die Einsegnung in das Amt. Der Einstieg in diese Ausbildung ist einmal im Jahr möglich. Zuvor findet ein Aufnahmegespräch statt. Die gesamte Ausbildung dauert etwa drei Jahre. Sie ist gegliedert in Seminarblöcke von jeweils zwei bis drei Tagen pro Monat, halbjährlich stattfindenden Seminarwochen und Eigenarbeitsphasen. Die Kosten betragen innerhalb der Modulphasen 70 Euro monatlich. Bei Bedarf ist die Übernachtung inklusive.

Viele Perspektiven

Wo geht´s hin nach Ausbildung oder Studium? In der EKKW sind die meisten Diakon*innen in Gemeinden und Bildungseinrichtungen angestellt. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, aber auch zunehmend in der Familienarbeit. Du kannst ebenfalls in diese Bereiche einsteigen, es gibt aber auch viele andere Möglichkeiten.

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Diakon*innen gewinnen und qualifizieren bei uns Ehrenamtliche, führen Bildungsveranstaltungen mit Erwachsenen durch, arbeiten mit Senior*innen oder in der Seelsorge. Viele gestalten Gottesdienste und wirken daran mit. Als Diakon*in kannst du auch in Diensten und Werken der Diakonie arbeiten. Zum Beispiel bei Beratungs- und Fachdiensten, in der Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen, in der Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen und vieles mehr. Du kannst irgendwann auch Leitungsaufgaben übernehmen, etwa als Heimleitung oder Geschäftsführung. Natürlich kannst du dich auch in Einrichtungen des öffentlichen Sozialwesens bewerben. Du siehst: Dieser Beruf ist das Gegenteil einer Sackgasse. Er öffnet viele Perspektiven.

Du bist übrigens nicht allein: Diakon*innen gehören in der Regel einer diakonischen Gemeinschaft an, in der du spirituellen und fachlichen Rückhalt finden kannst. In der EKKW ist dies die Diakonische Gemeinschaft Hephata. Zurzeit sind fast 500 Frauen und Männer dabei – du bald auch?

Andere Pläne?

Mit dieser Ausbildung kannst du noch mehr anfangen. Unterrichten zum Beispiel.

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Masterstudiengang „Religionspädagogik – Evangelischer Religionsunterricht“

Aufbauend auf den Studiengang „Diakonik/Religionspädagogik und Soziale Arbeit“ besteht die Möglichkeit den Masterstudiengang „Religionspädagogik – Evangelischer Religionsunterricht“ an der Evangelischen Hochschule Darmstadt anzuschließen. Dieses zweisemestrige Studium führt zum Erwerb der kirchlichen Unterrichtserlaubnis für den Evangelischen Religionsunterricht in der Sekundarstufe I. Mit dem Master eröffnen sich weitere Anstellungsmöglichkeiten im Raum von Kirche und Diakonie, besonders im Bereich der schulbezogenen Arbeit und im Bereich des evangelischen Religionsunterrichtes.

 

In eine andere Landeskirche

Wenn du als Diakon*in in eine andere Landeskirche wechseln möchtest, informiere dich frühzeitig über die dortigen Berufsordnungen. Zum Teil unterscheiden sich diakonische Ausbildung, Berufsprofil und -bezeichnungen erheblich. Oft werden Diakon*innen woanders auch als „Gemeindepädagog*innen“ oder „Gemeindediakon*innen“ bezeichnet.

Erfahrungsberichte

Auf einen Blick: Studium

 

Voraussetzung:

Fachhochschulreife / allgemeine Hochschulreife

 

Regelstudienzeit:

9 Semester

 

Abschluss:

Diakonik/Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit (B.A.)

Auf einen Blick: Berufsbegleitende Ausbildung

 

Voraussetzung:

staatlich anerkannter Abschluss in einem Sozialberuf bzw. Pflegeberuf (Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in, Altenpfleger/in, Sozialpädagoge/in etc.)

 

Regelstudienzeit:

Aufbauend auf eine 3 jährige Fachschulausbildung die dreijährige berufsbegleitende Diakonenausbildung

 

Abschluss:

staatliche Anerkennung in einem Sozial- oder Pflegeberuf mit kirchlichem Abschluss

Ansprechpartnerin

Ute Kaisinger-Carli

Diakonin, Fachreferentin für Aus-, Fort- und Weiterbildung

KAISINGER-CARLI, UTE  Diakonin, Fachreferentin für Aus-, Fort- und Weiterbildung

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