Diakon

Mein Wunsch:

Leben
gemeinsam
gestalten

Ich werde Diakon*IN.

Diakon*innen unterstützen und begleiten Menschen

Knüpfst du gern Kontakt zu anderen? Diakon*innen stehen Menschen in Krisenzeiten mit Rat und Tat zur Seite. Sie fragen nach den Ursachen von Not und sie beschäftigt die Frage nach dem Sinn des Lebens. Ihr Beruf kombiniert einen Sozial- oder Pflegeberuf mit einer diakonisch-theologischen Ausbildung. Sie sind sozusagen doppelqualifiziert und können sowohl für die Kirche (Kirchengemeinden, Kirchenkreise, diakonische Einrichtungen) als auch für andere Arbeitgeber arbeiten, zum Beispiel in nichtkirchlichen Krankenhäusern oder Beratungsstellen. Je nach Arbeitsstelle sind ihre Aufgaben ganz verschieden: Manche leiten Kinder- oder Jugendgruppen, andere pflegen Kranke oder beraten und unterstützen Obdachlose. Einige organisieren kirchliche Veranstaltungen oder halten Andachten. Dieser Beruf hat viele Gesichter. Die Bezeichnung „Diakon*in“ stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet „Diener“ oder „Vermittler“. Genau darum geht es auch: den Menschen zu helfen – ganz praktisch, aber eben auch als Lebensbegleiter*in.

 

Fazit: Wenn du gerne Menschen unterstützen und begleiten möchtest, dann könnte dieser Beruf zu dir passen.

Voraussetzungen

Die Ausbildung zum/zur Diakon*in kann auf zwei Wegen erfolgen, für die du unterschiedliche Abschlüsse brauchst.

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Für den Bachelorstudium „Soziale Arbeit mit gemeindepädagogisch-diakonischer Qualifikation“ an der Evangelischen Hochschule Darmstadt brauchst du die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife.

 

Wenn du bereits in einem Sozial- bzw. Pflegeberuf arbeitest oder dein Berufspraktikum machst (z. B. als Erzieher*in, Heilerziehungspfleger*in, Altenpfleger*in oder Sozialpädagog*in), kannst du dich auch berufsbegleitend zum/zur Diakon*in ausbilden lassen. Das geht an der Hephata Akademie für soziale Berufe in Schwalmstadt-Treysa. Dafür brauchst du kein Abitur, aber den staatlich anerkannten Abschluss in deinem Beruf.

 

In jedem Fall: Für die Einsegnung in das Amt ist die Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche erforderlich.

Ausbildung oder Studium? Beides geht

Dieser Beruf vereint zwei Fachrichtungen. Ein staatlich anerkannter Sozial- oder Pflegeberuf wird mit einer gemeindepädagogisch-diakonischen Ausbildung verknüpft. Diese doppelte Qualifikation kannst du im Bereich der EKKW auf zwei Wegen erwerben: in einem Fachhochschulstudium oder in einer berufsbegleitenden Ausbildung.

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Egal, welchen Weg du wählst: Nach deinem kirchlichen Examen kannst du dich in das Diakonenamt einsegnen lassen. Dies geschieht im Rahmen eines feierlichen Aktes durch das Bischofsamt der EKKW.

 

1. Studium: Das Bachelor-Studium der „Sozialen Arbeit mit gemeindepädagogisch-diakonischer Qualifikation“ an der Evangelischen Hochschule Darmstadt umfasst acht Semester. Du studierst in Darmstadt und in Schwalmstadt-Treysa. Das Studium schließt mit der staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiter*in ab. Daran schließt sich eine zweite Qualifikationsphase an, die in der Regel die ersten zwei Berufsjahre begleitet und mit dem kirchlichen Examen abgeschlossen wird. Die erfolgreiche Teilnahme ist Voraussetzung für die Einsegnung in das Amt als Diakon*in. Zur Studienfinanzierung können Studierende abhängig vom Einkommen der Eltern Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beantragen, die teils als Zuschuss, teils als Darlehen gewährt werden.

In den ersten sechs Semestern werden die Grundlagen vermittelt. Im 7. und 8. Semester geht es darum, Theorie und Praxis kirchlicher, gemeindlicher und diakonischer Arbeitsfelder aufeinander zu beziehen und so die eigene gemeindepädagogisch-diakonische Berufspraxis auf der Basis theoretischer Reflexion zu verantworten.

Zum Studium gehören Reflexionstage und ein Mentoringprogramm. Die Reflexionstage verbinden theoretische Aspekte von Gemeindepädagogik/Diakonie mit Sozialer Arbeit. Das Mentoring stellt Kontakte zu Diakon*innen und Gemeindepädagog*innen im Beruf her. Es ermöglicht den Transfer sozialarbeiterischer und sozialpädagogischer Kompetenzen in die Arbeitsfelder Kirche und Diakonie. Durch die Mentor*innen erfahren Studierende, was es konkret heißt, als Diakon*in oder Gemeindepädagog*in tätig zu sein.

 

Schwerpunkte der Sozialen Arbeit:

  • Theorien, Handlungsansätze und Methoden
  • Soziale Arbeit als angewandte Wissenschaft
  • Forschendes Lernen im Hinblick auf Organisation und Lebenswelten
  • Subjekt-Sozialisation-Entwicklung
  • Partizipation und soziale Ausschließung

 

Gemeindepädagogisch-diakonische Schwerpunkte:

  • Theologie und Prozesse des helfenden Handelns
  • zielgruppen- und situationsbezogene Kommunikation des Evangeliums
  • Seelsorge und Beratung in Kirche und Diakonie
  • religionspädagogische Konzepte und Methoden
  • Liturgik und gottesdienstliches Handeln
  • Kirche und Diakonie in theologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive

 

2. Berufsbegleitende Ausbildung -  An der Hephata Akademie für soziale Berufe in Schwalmstadt-Treysa kann man die Ausbildung zum/zur Diakon*in berufsbegleitend absolvieren. Dieses Angebot richtet sich an Berufstätige und Berufspraktikant*innen in einem Sozial- bzw. Pflegeberuf (z. B. Erzieher*innen, Heilerziehungspfleger*innen, Altenpfleger*innen, Sozialpädagog*innen). Die Ausbildung endet ebenfalls mit dem kirchlichen Examen. Die erfolgreiche Teilnahme ist Voraussetzung für die Einsegnung in das Amt. Der Einstieg in diese Ausbildung ist einmal im Jahr möglich. Zuvor findet ein Aufnahmegespräch statt. Die gesamte Ausbildung dauert etwa drei Jahre. Sie ist gegliedert in Seminarblöcke von jeweils zwei bis drei Tagen pro Monat, halbjährlich stattfindenden Seminarwochen und Eigenarbeitsphasen. Die Kosten betragen innerhalb der Modulphasen 70 Euro monatlich. Bei Bedarf ist die Übernachtung inklusive.

Viele Perspektiven

Wo geht´s hin nach Ausbildung oder Studium? In der EKKW sind die meisten Diakon*innen in Gemeinden und Bildungseinrichtungen angestellt. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, aber auch zunehmend in der Familienarbeit. Du kannst ebenfalls in diese Bereiche einsteigen, es gibt aber auch viele andere Möglichkeiten.

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Diakon*innen gewinnen und qualifizieren bei uns Ehrenamtliche, führen Bildungsveranstaltungen mit Erwachsenen durch, arbeiten mit Senior*innen oder in der Seelsorge. Viele gestalten Gottesdienste und wirken daran mit. Als Diakon*in kannst du auch in Diensten und Werken der Diakonie arbeiten. Zum Beispiel bei Beratungs- und Fachdiensten, in der Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen, in der Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen und vieles mehr. Du kannst irgendwann auch Leitungsaufgaben übernehmen, etwa als Heimleitung oder Geschäftsführung. Natürlich kannst du dich auch in Einrichtungen des öffentlichen Sozialwesens bewerben. Du siehst: Dieser Beruf ist das Gegenteil einer Sackgasse. Er öffnet viele Perspektiven.

Du bist übrigens nicht allein: Diakon*innen gehören in der Regel einer diakonischen Gemeinschaft an, in der du spirituellen und fachlichen Rückhalt finden kannst. In der EKKW ist dies die Diakonische Gemeinschaft Hephata. Zurzeit sind fast 500 Frauen und Männer dabei – du bald auch?

Andere Pläne?

Mit dieser Ausbildung kannst du noch mehr anfangen. Unterrichten zum Beispiel.

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Masterstudiengang „Religionspädagogik – Evangelischer Religionsunterricht“

Aufbauend auf den Studiengang „Soziale Arbeit mit gemeindepädagogisch-diakonischer Qualifikation“ besteht die Möglichkeit den Masterstudiengang „Religionspädagogik – Evangelischer Religionsunterricht“ an der Evangelischen Hochschule Darmstadt anzuschließen. Dieses zweisemestrige Studium führt zum Erwerb der kirchlichen Unterrichtserlaubnis für den Evangelischen Religionsunterricht in der Sekundarstufe I. Mit dem Master eröffnen sich weitere Anstellungsmöglichkeiten im Raum von Kirche und Diakonie, besonders im Bereich der schulbezogenen Arbeit und im Bereich des evangelischen Religionsunterrichtes.

 

In eine andere Landeskirche

Wenn du als Diakon*in in eine andere Landeskirche wechseln möchtest, informiere dich frühzeitig über die dortigen Berufsordnungen. Zum Teil unterscheiden sich diakonische Ausbildung, Berufsprofil und -bezeichnungen erheblich. Oft werden Diakon*innen woanders auch als „Gemeindepädagog*innen“ oder „Gemeindediakon*innen“ bezeichnet.

Erfahrungsberichte

Auf einen Blick: Studium

 

Voraussetzung:

Fachhochschulreife / allgemeine Hochschulreife

 

Regelstudienzeit:

8 Semester + Teilnahme an der Berufseinstiegsbegleitung in den ersten zwei Berufsjahren

 

Abschluss:

B.A. Soziale Arbeit mit gemeindepädagogisch-diakonischer Qualifikation

Auf einen Blick: Berufsbegleitende Ausbildung

 

Voraussetzung:

staatlich anerkannter Abschluss in einem Sozialberuf bzw. Pflegeberuf (Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in, Altenpfleger/in, Sozialpädagoge/in etc.)

 

Regelstudienzeit:

Aufbauend auf eine 3 jährige Fachschulausbildung die dreijährige berufsbegleitende Diakonenausbildung

 

Abschluss:

staatliche Anerkennung in einem Sozial- oder Pflegeberuf mit kirchlichem Abschluss

Ansprechpartnerin

Ute Kaisinger-Carli

Diakonin, Fachreferentin für Aus-, Fort- und Weiterbildung

KAISINGER-CARLI, UTE  Diakonin, Fachreferentin für Aus-, Fort- und Weiterbildung

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